20-10-2017 





Kategorie: Abteilung Fußball

„Leinefeldes Torsteher Patrick Reimann war der beste Mann auf dem Platz. Er zeigte bereits im ersten Durchgang vier prächtige Paraden“, schrieb die Thüringer Allgemeine am 17. Juni 2010 in ihrer Ausgabe. Dabei handelte es sich um den Spielbericht des Qualifikationsspiels der A-Junioren des SC Leinefelde um den Einzug in den DFB-Juniorenpokal für die Saison 2010/11. Auch hier trafen die Leinestädter auf den FC Carl Zeiss Jena. Am Ende setzten sich die Jenaer verdient mit 3:0 durch. Dennoch wäre Patrick Reimann, der damals das Tor der Leinefelder hütete und am Samstag ebenfalls zwischen den Pfosten stehen wird, über solche Schlagzeile stolz. Jedoch hofft er auf einen anderen Ausgang: „Natürlich sind wir Außenseiter. Wir müssen solange wie möglich die Null halten. Und vielleicht können wir ja einen Konter setzen. Wie es aussieht, sehen wir am Samstag in der Praxis.“

BildReimann freut sich auf die Partie. Es wäre dann schon die vierte, die er im Männerbereich mit dem SC Leinefelde gegen den FC Carl Zeiss Jena bestreitet. Gute Erinnerungen hat er an die Spiele. Am Samstag jedenfalls wird der 26-jährige Schlussmann wieder bis in die Fingerspitzen elektrisiert sein. Mit einer tollen Leistung möchte er, mit seinem Team vor sich, die Jenaer solange wie möglich ärgern und vielleicht sogar eine Überraschung landen.

Das er zu den besten Torleuten in Thüringen gehört, hat sich bis zu den Jenaer Kernbergen wohl schon herumgesprochen. Auch müssten die Jenaer sich an das erste Spiel von Reimann im Pokal gegen den FC Carl Zeiss erinnern. Denn am 4. September 2010 war er seiner Elf ein starker Rückhalt. Die Thüringer Landeszeitung schrieb am 7. September 2010: „Turm in der Abwehrschlacht beim SC Leinefelde in der Pokalpartie gegen den Drittligisten FC Carl Zeiss Jena war der junge Schlussmann Patrick Reimann, der die Profis mit tollen Paraden fast zur Verzweiflung trieb.“  Drei Gegentreffer musste der Zerberus dennoch hinnehmen und das Aus war besiegelt. Das Aufeinandertreffen am 3. Oktober 2011 war mit einem 7:0-Sieg eine deutliche Angelegenheit für die Jenaer.

Und beim dritten Aufeinandertreffen am 6. September 2014, bei dem Reimann wieder zwischen den Pfosten stand, erzielten die Leinefelder ihr bisher bestes Ergebnis gegen die Profis aus dem Paradies. Mit 4:2 setzten sich die Jenaer zwar durch, mussten aber auch zwei Gegentreffer hinnehmen. Martin Weinrich und Daniel Nachtwey erzielten die Treffer der Eichsfelder. Die große Stunde für Reimann schlug bereits in der sechsten Spielminute, als er einen Foulelfmeter vom Jenaer Thomas Ströhl hielt und im folgenden Spielverlauf mit tollen Paraden weitere Gegentreffer verhinderte. Genau an diese guten Leistungen aus der Vergangenheit will der Ecklingeröder, der seit 2009 das Trikot des SC Leinefelde 1912 überstreift, am kommenden Samstag anknüpfen.

Vor 20 Jahren als Sechsjähriger entdeckte Reimann die Liebe zum Fußballsport. Bei Germania Ecklingerode erlernte er das Fußball-ABC. „Ich habe als Feldspieler angefangen und war sogar auch Torschützenkönig. Doch mich hat immer geärgert, dass wir auch so viele Gegentore kassiert haben. Da hat dann mein damaliger Trainer Achim Bause zu  mir gesagt: Stell dich doch ins Tor! Dabei ist es dann bis heute geblieben“, erinnert sich Patrick Reimann an die Anfänge zurück. Wann dies genau war, blieb nicht in Erinnerung. Die Entscheidung sei wohl im Alter von zehn Jahren gefallen. Bereut hat der ehrgeizige Reimann den damaligen Entschluss bis heute nicht. Bild

Mit 16 Jahren verließ Reimann Germania Ecklingerode und wechselte zum SC Weende Göttingen in die Niedersachsenliga. Mohamed Alayan, der heutige Trainer der SG Ferna/Ecklingerode, riet ihm zu dem Wechsel. In Göttingen entwickelte er sich schnell zum Stammtorwart. Sein letztes Juniorenjahr bestritt er beim SC Leinefelde, gewann mit der A-Jugend den Thüringer Landespokal, wurde Landesmeister auf dem grünen Rasen und auch in der Halle. „Der Kontakt mit Leinefelde entstand durch Benjamin Rybicki, Oliver Lorenz und Daniel Watterott. Dann bin ich zum Probetraining mal mitgegangen und habe mich für Leinefelde entschieden.“

Nach der Juniorenzeit entwickelte sich der KFZ-Mechatroniker, der im vergangenen Jahr neben dem Fußball seine Meisterprüfung ablegte, zum Stammtorwart der Leinestädter. Immer an seiner Seite und große Förderer von Kindesbeinen an waren seine Eltern Frank und Silke sowie seine Großeltern. „Da bin ich besonders stolz drauf. Bis heute haben meine Eltern, Oma und Opa mich bei fast jedem Spiel begleitet und unterstützt“, sagt Patrick Reimann. Der heute zudem noch große Unterstützung und Rückendeckung von seiner Freundin Rebekka erhält.

Mit Blick auf das anstehende Pokalspiel wünscht sich der Fan von Nationaltorhüter Manuel Neuer eine ähnlich stattliche Kulisse wie bei seinem ersten Einsatz gegen Jena im Jahr 2010, als 1400 Zuschauer den Weg in den Leinesportpark fanden. „Es wäre echt toll, noch einmal vor so vielen Zuschauern spielen zu können.“

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