16-07-2018 


"Habe mit dem Verein alles erlebt!"

Geschrieben von Redaktion am 14.03.18 um 18:06 Uhr • Kommentare (0) • Artikel lesen

Kategorie: Abteilung Fußball

BildAm vergangenen Wochenende ist das Spiel gegen Struth ausgefallen. Wir haben die Zeit dafür genutzt, um mit Co-Trainer Nico Wummel ein Interview zu führen. Darin gibt er Einblick, was ihn dazu bewogen hat im Trainerteam mitzuarbeiten. Auch beleuchtet er den Fußball aus Sicht des Spielers und des Trainers. Auch haben wir für Euch mal in der Archivkiste gegrammt und Bilder von Nico ab dem Jahr 2008 zum Interview hinzugefügt.
 
Du hast die Seite gewechselt: Vom Spieler in das Trainerteam. Du bist dem SC Leinefelde 1912 treu geblieben, keine Selbstverständlichkeit nach der aktiven Laufbahn. Was hat Dich dazu bewogen?
Ich spiele seit meinem 6. Lebensjahr beim SCL, das sind jetzt fast genau 30 Jahre, und habe mit diesem Verein alles erlebt. Höhen und Tiefen, wir haben an Turnieren mit internationaler Beteiligung teilgenommen, ich habe ein paar Jahre in der Landesauswahl gespielt und am Spiel gegen Mexiko 2006 teilgenommen. Dies alles war nur durch den SCL und alle Beteiligten, die im Verein tätig waren und es noch sind, möglich.
 
BildGibt es spezielle Bezugspersonen?
Vornweg ganz klar mein Förderer Thomas Stang, der mich zu dem gemacht hat, was ich als Fußballer geworden bin. In den ganzen Jahren habe ich hier tolle Menschen kennengelernt und mit ihnen zusammengearbeitet, was mir viel Freude bereitet hat. Leider sind einige davon viel zu früh verstorben, zum Beispiel Helmut Fuldner, Jochen Scheerbaum und Siegfried Hase, um nur einige zu nennen.
 
 
Was sind weitere Aspekte Deiner Vereinstreue?
Ich bin sehr heimatverbunden, hier sind meine Freunde, und Familie, das Eichsfeld, der Verein. All das sind Gründe, warum ich sportlich immer hier geblieben bin, obwohl es damals andere Optionen für mich gab, die schon lukrativ gewesen sind. Aber das konnte mich nie umstimmen, hier wegzugehen.
 
BildHast Du jetzt eine andere Sichtweise auf den Fußball?
Aus der Sicht des Trainers oder wie bei mir als Co-Trainer ist der Blick schon ein anderer als der eines Spielers. Das hätte ich so nie gedacht, aber es ist schön, auch diese Erfahrung zu machen. Man muss schon ehrlich sein, die Aufgaben und Verantwortung als Trainer sind schon riesig – immer das Richtige zur richtigen Zeit zu tun, bestmögliche Erfolge zu erzielen und das wichtigste, die Spieler bei Laune zu halten, denn wir sind eben nur Feierabendfußballer, die einfach Spaß daran haben. Schade, dass manche Leute das nicht so verstehen und einfach nur schimpfen, wenn man verliert oder kein gutes Spiel zeigt.
 
Nimmt einen das auch emotinal mit?
Das ärgert mich schon sehr, denn jeder opfert soviel Zeit und private Freizeit. An dieser Stelle muss man einfach auch mal die Spielerfrauen erwähnen, die so oft auf gemeinsame Zeit mit dem Partner verzichten müssen, damit wir unser Hobby ausleben können.
 
Wie groß ist der zeitliche Aufwand?
Die Aufgaben sind schon breit gefächert als Trainer, das beginnt lange vor dem Training oder Spiel mit der Planung und hört nach dem Spiel auch nicht sofort auf. Man muss heutzutage auch quer denken, nicht so wie vor 30 Jahren, wo 15 bis 20 Leute beim Training waren. Heute zählen die Arbeit, das Studium und das Privatleben mehr. Dafür muss man einfach Verständnis in der heutigen Zeit haben.
 
Vermisst Du das Spielen auf dem grünen Rasen?
Manchmal steht man schon draußen, es kribbelt im Fuß und man möchte am liebsten eingreifen, wenn es nicht läuft (lacht). Aber ich bin auch froh, dass ich diesen Schritt gegangen bin, denn irgendwann muss auch mal Schluss sein und man muss der Jugend die Chance geben. Man hat auch in den vergangenen Jahren für den Fußball auf viel private Zeit verzichtet.
 
Ein halbes Jahr als Co-Trainer an der Seite von Thomas Rosenbrock liegt hinter Dir. Wie sieht die Aufgabenteilung aus?
Die Aufgaben sind ganz klar verteilt. Er wollte mich als Co-Trainer haben, worüber ich mich sehr gefreut habe. Wir haben auch ganz schnell festgestellt, das wir dieselbe Denkweise und dieselben Vorstellungen davon haben, wie wir das angehen wollen. Ich bringe meine Vorschläge und Ideen ein und meist entscheiden wir es dann auch gemeinsam. Er bringt viel Fachwissen mit und möchte auch seine Philosophie zielstrebig umsetzen. Wir harmonieren sehr gut miteinander.
 
Was reizt Dich an der Arbeit als Co-Trainer?
Ich kenne die Jungs bestens, habe mit Ihnen viele Jahre zusammengespielt und natürlich auch gemeinsam den Abstieg erlebt. Mein Bestreben ist es ganz klar, meine Jungs wieder in die richtige Richtung zu bringen, mit Blick auf die Thüringenliga. Ich denke, dass ich ein gutes Bindeglied zwischen Trainer, Mannschaft, den Betreuern und dem Vorstand bin, um auch meine langjährige Erfahrung beim SCL beizusteuern. Aber das ganze Trainer- und Betreuerteam mit Sebastian Stang, Chris Aschoff und natürlich die Mannschaft, hat mich in erster Linie dazu bewogen, weil einfach Riesenpotenzial vorhanden ist. Aber man braucht Geduld und Ausdauer für einen Neuanfang. Zudem tut sich einiges in der neuen Abteilungsleitung, die viel bewegt und auch gut besetzt ist.

Auch wenn Du die Seiten gewechselt hast, bist Du für die erste Mannschaft in der Landesklasse in dieser Saison aufgelaufen? Was hat Dich dazu bewogen oder worin liegen die Gründe?
Wenn es an Spielern mangelt, sei es aus beruflichen oder persönlichen Gründen, dann bin ich natürlich zur Stelle, die Frage stellt sich nicht. Wir möchten als Trainerteam ein Team zusammenbauen, und da gehe ich auch vorneweg und hau mich rein. Zur Motivation trägt es immer noch bei, wenn ich auf dem Platz stehe, das konnte ich bei unseren Spielern schon merken. Ich bin ja auch immer noch für das ein oder andere Tor gut, das weiß auch Eintracht Sondershausen (lacht).

BildIst dies auch eine Lösung für die kommenden Monate, wenn Du und der Trainer der Meinung seid, Du würdest als Spieler auf dem Platz gebraucht?
Keine Frage – werde ich gebraucht, bin ich für den Verein und die Mannschaft zur Stelle.
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