15-12-2017 

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Taktisch diszipliniert

Thüringenliga

0:2 (0:2)

Die Leinefelder entschieden das Sechs-Punkte-Spiel verdient zu ihren Gunsten. Taktisch diszipliniert traten die Eichsfelder auf, verpassten den Goethestädtern die erste Niederlage auf dem heimischen Lindenberg.

Quelle: Thüringer Allgemeine (von Werner SCHWARZ)

Bilder vom Spiel in Weimar

Lediglich dem Meisterschaftsfavoriten Gotha gelang es bisher, einen Punkt vom Lindenberg zu entführen. Die Leinestädter boten eine starke Leistung, ließen die Gastgeber nie zur Entfaltung kommen. Dank einer mannschaftlich geschlossenen Leistung sicherten sich die Eichsfelder drei ganz wichtige Punkte. Torsteher Andreas Knoll (3.), bester Leinefelder am Samstag, klärte zunächst gegen Sander, ehe die Gäste den ersten gelungenen Konter setzten. Über die Stationen Pascal Madeheim und Rick Küntzelmann landete das Leder bei Martin Weinrich, der Florian Hartleib mustergültig bediente. Der Orschler marschierte in den Strafraum (10.), schlenzte das Leder an Torsteher Schmitt vorbei ins Netz. Knoll war auch bei einem Brömßer-Schuss (27.) auf dem Posten. Ein Freistoß-Knaller von Nico Wummel (33.) sorgte für das 0:2. Im zweiten Abschnitt passierte nicht viel. Florian Hartleib (65.) vergab das mögliche 0:3 mit einem Heber.

"Die Truppe spielte taktisch sehr geschickt. Weimar wirkte nach einer halben Stunde bereits plan- und ideenlos", sagte Trainer Jochen Scheerbaum.

SC Leinefelde 1912:
Knoll - T. Rittmeier, Schmalstieg, Reinhold - Wummel, Munser (87. Mart. Rittmeier) - Rosenthal (75. Aschenbach), Küntzelmann, Madeheim - Hartleib, Weinrich (75. Tauber).

SC 1903 Weimar:
k.a.

Schiedsrichter: Sven Köhler (Tanna), Zuschauer: 120

Torfolge:
0:1 Florian Hartleib (9.), 0:2 Nico Wummel (32.)

10.Spieltag, 24.10.2009


Am Ende nur Frust (TA-Weimar)

Die Festung Lindenberg ist gefallen: Nach seinem schwächsten Heimspiel der bisherigen Thüringenliga-Saison verlor der SC 03 Weimar gegen Aufsteiger Leinefelde mit 0:2 (0:2).



WEIMAR (mg). Es hätte ein wunderschöner Herbst-Nachmittag werden können - die Sonne schien, der Rasen war bestens in Schuss, und aus dem Eichsfeld war ein auswärts noch siegloser Aufsteiger angereist. Aber der SC 03 Weimar machte nichts daraus. Sondern es wurde am Ende inmitten von Frust und Enttäuschung vor allem eines deutlich: Die Mannschaft kann momentan den gleichzeitigen Ausfall der Stamm-Angreifer Thomas Müller und Stefan Gehre nicht ersetzen.

Nico Sander war nach einer ersten verheißungsvollen Torchance (3.) nicht mehr zu sehen und wurde zur Pause ausgewechselt, ebenso wie der glücklos rackernde Daniel Romstedt. Jedoch der junge Felix Seele wirkt in der Ersten immer noch viel zu nervös, als dass er die Wende hätte bringen können, und der erstmals nach langer Verletzung wieder eingewechselte René Hauf ist noch nicht wieder der Alte.

Die Eichsfelder mussten keine Bäume ausreißen, um die bisher zweitstärkste Heim-Mannschaft der Saison zu knacken. Mutterseelenallein ließen die Weimarer Florian Hartleib auf halblinks im Strafraum zum Schuss ins lange Eck ansetzen (10.). Beim tückisch flatternden Freistoß des besten Leinefelders Nico Wummel sah Torwart David Schmitt nicht sehr gut aus (33.) - das war´s. Bei einem gut angelegten Konter konnten sich die Gäste ein lockeres Vertändeln leisten (55.), später versagte ihnen der Schiedsrichter einen Elfmeter-Pfiff - Weimar ist mit dem 0:2 nicht mal schlecht bedient.

Entsprechend stocksauer wirkte Trainer Ulrich Oevermann nach einer zweiten Halbzeit, in der sein Team keine einzige hundertprozentige Torchance besaß. "Problem ist die Einstellung, ohne Zweikämpfe Spiele gewinnen zu wollen", zürnte er. "Aber Fußball ist nunmal Kampf und Lauf und Teamgeist. Bei uns hat heute jeder gedacht, er müsste das Spiel allein entscheiden."

Der Trainer war bedient (TLZ-Weimar)



Der SC 03 Weimar hatte den Leinefeldern nicht viel entgegen zu setzen. In dieser Szene kämpfen Nico Sander (l.) und der Gästetorschütze Nico Wummel um die Pille. Foto: Uwe SchmidtWeimar. (tlz/mm) SC-Trainer Oevermann war nach der Partie absolut unzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft, ohne Biss, ohne Entschlossenheit und vor allem ohne Durchschlagskraft hatte sein Team eine völlig verdiente 0:2-Pleite gegen Aufsteiger Leinefelde kassiert. "Wir hätten noch 60 Minuten weiter spielen können und hätten trotzdem kein Tor erzielt", erkannte Oevermann zu Recht. Dem SC war in der zweiten Halbzeit nichts eingefallen, um die solide Abwehr der Gäste zu knacken. Die vielen langen Bälle in die Spitze verpufften ohne jede Wirkung, strukturiertes Flügelspiel oder gar Torchancen waren nicht erkennbar: Es war eine ganz schwache Leistung der Lindenberg-Truppe.

Dabei hatte die Begegnung vielversprechend begonnen: Nach einer guten Kombination kam Stürmer Nico Sander in aussichtsreicher Position an den Ball, doch sein Schuss wurde vom Keeper pariert (3.). Es sollte die einzige gute Szene von Sander bleiben, er wurde zur Halbzeit ausgewechselt. Der SC wirkte in der Anfangsphase ballsicher und selbstbewusst. Das änderte sich schlagartig, als die Gäste mit ihrem ersten Angriff gleich die Führung erzielten: ein Pass aus dem Zentrum auf die linke Seite hebelte die Viererkette der Weimarer aus, der Gäste-Stürmer hatte alle Zeit der Welt, er verwandelte sicher ins lange Eck (10.). Die Oevermann-Elf brauchte eine Viertelstunde, um sich von diesem Schock zu erholen, Rico Mendrala nach schöner Einzelleistung (26.) und Mario Brömßer mit einem Schuss aus der zweiten Reihe (28.) sorgten für Gefahr. In der 33. Minute dann das 0:2: Nico Wummel, bester Torjäger der Gäste, legte sich einen Freistoß in zentraler Position zurecht - sein mit viel Kraft getretener Ball flatterte mächtig, wurde noch leicht von der Mauer abgefälscht und sauste schließlich mittig ins Tor.

Bis zur Pause scheiterten Buschmann per Kopf (41.) und Mendrala mit einem Nachschuss (45.) knapp am Anschlusstreffer. Zur zweiten Halbzeit wechselte Oevermann Felix Seele und Mario Schmidt ein, jedoch ohne den erhofften Erfolg: Seele kam kaum an den Ball und Schmidt musste nach 68 Minuten verletzt das Feld verlassen.

Hätten die Gäste ihre Konter besser ausgespielt, es wäre wohl ein Debakel geworden, so blieb es beim letztlich verdienten 2:0-Erfolg für Leinefelde.

Alle Spiele des 10.Spieltages

SC 1911 Heiligenstadt - FC Thüringen Weida 5:1 (2:1)
Torfolge: 1:0 Michael Wedekind (7.), 2:0 Marc Werner (10.), 2:1 Kai Schumann (32.), 3:1 Benjamin Orschel (55.), 4:1 Dominik Sellmann (74.), 5:1 Sebastian Möhlhenrich (86.)
Schiedsrichter: Dominik Eisenbrand (Sömmerda), Zu: 120
83. min. Gelb-Rote Karte GRK: Vladimir Zir (FC Thüringen Weida)

FSV Wacker Nordhausen - SV Borsch 1925 4:1 (1:0)
Torfolge: 1:0 Martin Kolan (14.), 2:0 Sven Pistorius (48.), 3:0 Martin Jäschke (51.), 4:0 Martin Kolan (59.), 4:1 Christoph Glotzbach (62.)
Schiedsrichter: Michael Kahl (Meuselwitz), Zu: 225

SSV 07 Schlotheim - BSG Wismut Gera 2:2 (1:1)
Torfolge: 0:1 David Kwiatkowski (4.Foulelfmeter), 1:1 Petr Tuma (25.), 1:2 Manuel Froherz (56.), 2:2 Petr Tuma (69.)
Schiedsrichter: Stephan Reuter (Brattendorf), Zu: 240

Eintracht Sondershausen - FSV Wacker 03 Gotha 3:2 (2:1)
Torfolge: 0:1 Steffen Scheidler (18.), 1:1 Sebastian Caspar (26.), 2:1 Martin Rießland (41.), 3:1 Sebastian Caspar (59.), 3:2 Tony Schnuphase (61.)
Schiedsrichter: Swen Eichler (Erfurt), Zu: 400

FC Motor Zeulenroda - SV Motor Altenburg 1:0 (0:0)
Torfolge: 1:0 Frank Lehmann (54.)
Schiedsrichter: Felix Anger (Schmalkalden) - Zu: 270

FC Einheit Rudolstadt - SV Germania Ilmenau 1:1 (1:1)
Torfolge: 0:1 Marc Fernando (8./Handelfmeter), 1:1 Dirk Wachsmuth (9.)
Schiedsrichter: Alexander Roßmell (Nordhausen), Zu: 250

SV 09 Arnstadt - SV 1913 Schmölln 1:0 (1:0)
Torfolge: 1:0 Jens Lippert (29.)
Schiedsrichter: Stefan Prager (Merkendorf), Zu: 175
90. min. Rote Karte RK: David Helbig (SV Schmölln 1913)

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